Fauna

ICH UND DAS TIER: Spekulatives Design als Vermittlungsstrategie im öffentlichen und halböffentlichen Raum

Die Phantasie- und Wissensgeschichte des Tier-Mensch-Verhältnisses ist vielfältig und hat sich über die Jahrtausende gewandelt. Wir halten uns Haus- und Nutztiere, sie ernähren und kleiden uns, wir schauen sie uns im Zoo an oder haben Stoffbären zum knuddeln. Die Studierenden des 2. Semesters BA Art Education der Zürcher Hochschule der Künste konzipierten aus dieser Auseinandersetzung heraus erweiterte Formen von Vermittlungsformaten für den öffentlichen Raum, die das Verhältnis von Mensch und Tier ins Zentrum stellten. Es enstanden spekulative Konzepte und Entwürfe für kommunikative Produkte, Plakatserien, performative Installationen und Aktionen.

Alle 56 Konzepte werden im Anschluss in einer kleinen Publikation gesammelt und veröffentlicht. Ein Teil der entwickelten Ideen ist nun in unserer Expo zu sehen und soll dazu anregen unser Verhältnis zu den Tieren zu überdenken.

DIE STUDIERENDEN:

Séverine Antille
Patricia Ender
Katharina Lottenbach
Alicia Meier
Francesca Peluzzi
Louie Rechsteiner
Lurik Riesen
Mia Sandhu
Pascale Speck
Jalscha Sturzenegger
Mika Zahner

DIE DOZIERENDEN:

Eva Wandeler
Stefan Wettstein
Piero Glina

 

BAU DES NATUR- UND TIERSCHUTZKOMPETENZZENTRUM IM WILDPARK BRUDERHAUS
Der mitten im Eschenbergwald gelegene Wildpark Bruderhaus ist ein äusserst beliebtes Naherholungsziel und ein Umweltbildungsort, vorab für Familien. Die Leitidee des Wildparks Bruderhaus ist es, Natur und Tierwelt als Teil unserer Kulturlandschaft erlebbar und begreifbar zu machen und dabei Informationen über Tierbedürfnisse in der freien Wildbahn und in menschlicher Obhut zu vermitteln. Kompanima ergänzt nun dieses Angebot mit seinem Natur- und Tierschutzkompetenzzentrum.

DAS GEBÄUDE
Das Bauvorhaben will, basierend auf dem bestehenden Gebäudevolumen, mit einem sanften und situationsgerechten Aus- und Weiterbau das erforderliche Raumprogramm bereitstellen. Dieses umfasst die neuen Werkstätten, Lager- und Büroräume für den Wildparkbetrieb sowie die Ausstellungs- und Schulungsräume des Zentrums. Weiter werden die Toilettenanlagen für die Besucher des Wildparks neu erstellt und erweitert. Die Scheune neben dem Restaurant bleibt erhalten und wird ausgebaut. Im Erdgeschoss befinden sich die Toiletten für die Parkbesucher und ein, während den Betriebszeiten des Parks öffentlich zugänglicher, Ausstellungsraum. In diesem wird die Arbeit des Wildparks und von Kompanima beleuchtet und entsprechendes Wissen vermittelt. In den Obergeschossen sind die Aufenthalts- und Schulungsräume angesiedelt. Der eingeschossige Anbau, in welchem bisher die Betriebsräume des Wildparks untergebracht waren, wird durch einen Neubau ersetzt. Im Erdgeschoss sind die Werkstätten, Garagen und Lager des Betriebs Wildpark untergebracht. Mit der Erweiterung und Modernisierung des Raumangebots wird auch die betriebliche Situation für den Unterhalt des Wildparks wesentlich verbessert. Neu erhalten die Mitarbeiter des Wildparks zudem den heutigen Bedürfnissen und den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Garderobe- und Büroräume. In den Obergeschossen befinden sich die Büro- und Seminarräume des Natur- und Tierschutzkompetenzzentrums. Der Anbau bildet zusammen mit der bestehenden Scheune eine neue Einheit. Gleichzeitig soll die vertraute Erscheinung des Ensembles mit dem Restaurant und dem Ökonomiegebäude erhalten bleiben. Die Gestaltung orientiert sich am Bauen in ländlichem Umfeld. Das Sockelgeschoss wird in Massivbau-, das Obergeschoss in Holzbauweise erstellt, das Satteldach mit Ziegeln gedeckt. Die wesentlichen strukturellen Elemente des bestehenden Ökonomiegebäudes werden übernommen und in eine zeitgemässe Sprache übersetzt. Das aus Alt-Neue Gebäude fügt sich zurückhaltend und dennoch selbstbewusst in den Kontext ein.

DIE UMGEBUNG
Im Zuge der Bauarbeiten wird die Umgebung neu und einladender gestaltet. Den Auftakt beim Zugang von der Bruderhausstrasse bildet eine Kirschbaum-Allee. Der Vorplatz zwischen Restaurant, Spielplatz und Zentrum wird aufgewertet und mit Bepflanzungen versehen. Er funktioniert als Bindeglied zwischen den unterschiedlichen Nutzungen und verfügt über eine genügend grosse Anzahl an Veloabstellplätzen.